Was Live-Shopping ist und warum es funktioniert
Live-Shopping heißt: Sie verkaufen während eines Livestreams auf Facebook. Sie zeigen ein Produkt live, und die Kunden bestellen es per Kommentar — sie schreiben das Verkaufswort und den Produktcode. Das funktioniert, weil die Leute die Ware in Bewegung sehen, Sie darüber sprechen hören, sofort nachfragen können und mitbekommen, wie die Stücke weniger werden. So ein Kauf ist schnell und persönlich, genau das, was ein Onlineshop mit Fotos auf weißem Hintergrund nicht bieten kann.
Diese Anleitung geht alles durch, was ein erfolgreicher Livestream braucht: die Vorbereitung, den Livestream selbst und das, was danach kommt.
Was Sie vor dem ersten Livestream brauchen
- Eine Facebook-Unternehmensseite. Kommentare von einem privaten Profil oder aus einer Gruppe gibt Meta für Verkaufstools nicht frei. Wenn Sie in einer Gruppe verkaufen, nutzen Sie Bestelllinks im Beitrag — mehr dazu auf der Seite Verkaufen auf Facebook.
- Handy und Stativ. Ein normales Handy mit Rückkamera reicht, auf einem Stativ in Augenhöhe befestigt. Streamen Sie im Hochformat, so wie die Leute zuschauen.
- Licht. Stellen Sie sich mit dem Gesicht zum Fenster oder nutzen Sie eine weiche Lichtquelle von vorn. Farbe und Material müssen genau zu erkennen sein — sonst kommen Retouren.
- Stabiles Internet. WLAN mit Reserve, keine mobilen Daten am Rand des Empfangs.
- Produkte mit Codes. Jedes Produkt und jede Variante braucht einen kurzen Code, zum Beispiel 1001, 1002. Der Code muss beim Produkt zu sehen sein, am besten auf einem Kärtchen.
- Ein Verkaufswort. Ein Wort, das der Kunde vor den Code schreibt, zum Beispiel „nehme 1001“. So vermischen sich Bestellungen nicht mit normalen Kommentaren.
So bereiten Sie Ihr Angebot vor
Weniger Teile, mehr Umsatz
Der erste Livestream muss kein Marathon sein. Wählen Sie weniger Produkte aus und legen Sie sich zu jedem zwei, drei Sätze zurecht: Material, Größen, für wen es passt, Preis. Prüfen Sie außerdem sorgfältig den Lagerbestand, damit Sie nichts verkaufen, was Sie nicht mehr haben.
Die Reihenfolge zählt
Beginnen Sie mit etwas Attraktivem, das die Leute anlockt, und heben Sie die stärksten Teile für die Mitte des Livestreams auf, wenn die meisten Zuschauer dabei sind. Zum Schluss geben Sie einen kurzen Überblick über alles, was Sie gezeigt haben.
Schreiben Sie die Regeln vorher auf
Schreiben Sie in die Beschreibung des Livestreams und in den ersten Kommentar, wie man bestellt, wie man bezahlt, welche Versandoptionen es gibt und bis wann die Bestellung bezahlt sein muss. Das erspart Ihnen Dutzende gleiche Fragen.
So führen Sie durch den Livestream
- Beginnen Sie mit einer Begrüßung und den Regeln. In den ersten Minuten kommen noch Leute dazu, wiederholen Sie die Regeln also später noch einmal.
- Zeigen Sie Details. Zoomen Sie auf Material, Nähte, Aufdruck, das Innere der Tasche. Nennen Sie die Größen und sagen Sie, wie das Teil sitzt.
- Wiederholen Sie Code und Preis. Bei jedem Produkt mindestens zweimal, laut und auf dem Kärtchen.
- Sprechen Sie Kommentierende mit Namen an. „Anna, ist reserviert, danke!“ — die Leute sehen, dass das Bestellen funktioniert, und machen mit.
- Halten Sie das Tempo. Ein paar Minuten pro Teil genügen. Lässt das Interesse nach, machen Sie weiter und kommen am Ende auf das Produkt zurück.
- Erinnern Sie immer wieder daran, wie man bestellt. Neue Zuschauer kommen während des ganzen Livestreams dazu.
Was nach dem Livestream zu tun ist
Mit dem Ende des Livestreams ist der Verkauf nicht vorbei — entscheidend ist, ob Sie die Bestellungen bis zur Zahlung bringen.
- Ein Link zum Abschließen des Kaufs. Jeder Kunde sollte sofort eine Zusammenfassung seiner Bestellung bekommen und einen Link, unter dem er seine Adresse eingibt und bezahlt.
- Erinnerungen. Wer nicht bezahlt, bekommt eine Erinnerung. Ohne sie geraten manche Bestellungen einfach in Vergessenheit.
- Etiketten und Versand. Je früher das Paket rausgeht, desto weniger „Wann kommt es?“-Fragen und desto mehr zufriedene Kunden beim nächsten Livestream.
- Eine Nachricht an alle. Eine kurze Massennachricht nach dem Livestream: ein Dankeschön, was noch übrig ist, wann der nächste Livestream kommt. Achten Sie dabei auf die Regel von Meta: Über den Messenger dürfen Sie nur denen schreiben, die Ihnen in den letzten 24 Stunden geschrieben oder bei Ihnen kommentiert haben. Mehr dazu auf der Seite Massennachrichten.
Die häufigsten Fehler
- Kommentare von Hand abschreiben. Bei Dutzenden Bestellungen geht immer etwas verloren oder wird doppelt erfasst, und den Abend verbringen Sie mit der Tabelle statt mit der Vorbereitung des nächsten Livestreams.
- Ein unklarer Code. Ein Code, den man nicht sieht, oder ähnliche Codes bei ähnlichen Produkten führen zu Verwechslungen.
- Keine Zahlungsregeln. Ohne Zahlungsfrist bleiben Reservierungen hängen, und die Ware lässt sich nicht weiterverkaufen.
- Zu lange Livestreams. Lieber kürzer und regelmäßig als ab und zu drei Stunden am Stück.
Wie Streamo Ihnen hilft
Streamo macht aus Kommentaren automatisch Bestellungen. Schreibt ein Kunde das Verkaufswort und den Code, wird die Ware sofort reserviert und in den Warenkorb gelegt, und der Kunde bekommt eine Nachricht mit einem Link zum Abschließen des Kaufs. Während des Livestreams sehen Sie Bestellungen und Reservierungen live, danach werden Überweisungen den Bestellungen zugeordnet, Rechnungen ausgestellt, und die Etiketten drucken Sie mit einem Klick. Wie das Schritt für Schritt funktioniert, lesen Sie auf der Seite Live-Shopping auf Facebook.
Sie verkaufen auch auf Instagram? Dort nimmt Streamo Bestellungen aus Direktnachrichten an — mehr dazu unter Verkaufen auf Instagram. Die ersten 7 Tage sind kostenlos und ohne Kreditkarte.



